Ofer & guitar are coming to BERLIN

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Florinstrasse 16 Pankow July 24 (Tisha Beáv)

photo by Stephan Greitzke
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Die Baustelle Kunst and Kulturtreff
Ein Klezmerim in Wiesenburg
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Wiesenburg (ck). Lauthals sang das Publikum am vergangenen Sonntag in Wiesenburg im Kanon die Lieder aus einer anderen Welt mit. Der “musizierende Nomade aus Israel”, Ofer Golany, gastierte in der “Alten Schule”. Eer hatte sie zu dem Gesang animiert. Mit seiner unnachahmlichen Art riss er die Anwesenden mit. “Ich bin 960 Jahre alt”, sagte er mit einem verschmitzten Lächeln, als er nach seinem Alter gefragt wurde. “Denn meine Lieder und Geschichten stammen aus der Zeit von vor 960 Jahren.” Sie seien ein Blick in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft seiner Heimat Israel.
Vor dem Beginn seines fast zweistündigen Konzerts hatte Ofer Golany zusammen mit Harald Schürkes und Iris-Seraphin Bergner zu einem Workshop eingeladen, in dem sie zusammen mit weiteren Wiesenburger Musikern Gesangsstücke und Soli erarbeiteten, die sie beim Konzert zum Besten gaben. “Musik ist eine Sprache, die man überall auf der Welt versteht”, sagte Iris-Seraphin Bergner vor dem Konzert. Sie bedankte sich bei allen Teilnehmern des Workshops für den großartigen Nachmittag.
“Ich bin der reisende Musikant, so wie es früher viele meines Volkes waren”, stellte sich Ofer Golany vor. Juden seien schon seit Jahrhunderten auf der Flucht , hätten kein Land besessen und daher andere Wege gewählt, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, so der Musiker. Am einfachsten seien Musikinstrumente zu transportieren gewesen. Die Juden, die im 17. und 18. Jahrhundert noch in Polen, Russland, Rumänien und Ungarn zu Hause waren, zogen später nach Deutschland. Diejenigen, die einst auf den Hochzeiten spielten, nannte man Klezmerim. Sie pflegten eine ähnliche Tradition wie einzelne Clans der Roma, die ebenfalls von einem Ort zum anderen zogen und ihre Instrumente dabei hatten, um zu spielen. Anfang des Anfang des 19. Jahrhunderts gingen viele der Klezmerim nach Amerika. Dort entwickelten sie dann die typische Klezmer-Musik. Vor fünf Jahren war Ofer Golany in Belzig, um über die Situation in seiner Heimat Israel zu sprechen. Leider sei Israel durch die dauernde Bedrohung von außen ein militaristisches Land geworden, so der “Nomade”. “Ich möchte die Musik als eine Spr ache nutzen, die Menschen auf friedlicher Ebene zusammen bringt, statt mit Waffen aufeinander los zugehen. So wie es auch mit der universellen Sprache des Fußballs möglich ist”, so Ofer Golany. Der Musiker spielt neben den alten traditionellen Liedern und seinen Friedensliedern auch Songs von Cat Stevens, den Beatles, Bob Dylan und anderen berühmten Musikern. Im Mai war er auf Deutschlandtournee. “Meistens trete ich mit meinen arabischen Freunden in Kirchen auf. Egal ob auf Hebräisch, Französisch oder Englisch - unsere Botschaft versteht man überall. Auf die neue CD bin ich besonders stolz. Auf ihr ist eine Mischung aus Klezmer, Flamenco und anderen Musikstilen zu hören”, berichtete Ofer Golany.
Nach dem Konzert bedankte er sich nicht nur bei den Gastgebern und den Workshop-Teilnehmern, sondern auch beim Publikum für die wunderbare Atmosphäre.
www.zegg.de July 30-31 workshop and concert
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